Einsatz in der Praxis

 

a) Schreiben einer Tonleiter:

Mit Hilfe des Quintenzirkels lässt sich die Vorzeichnung einer Tonleiter bestimmen.

Beachte: Die Vorzeichen müssen neben dem Notenschlüssel an ihre genau festgelegte Position platziert werden. Nur wenn die Vorzeichen an der richtigen Stelle stehen gelten sie als Vorzeichnung über die Takte hinweg und gelten für alle Lagen.

Beispiel:

Rechte Hälfte des Quintenzirkels:

  • G-Dur (Geh): 1 Kreuz-Vorzeichen
  • D-Dur (Du): 2 Kreuz-Vorzeichen
  • A-Dur (Alter): 3 Kreuz-Vorzeichen

Linke Hälfte des Quintenzirkels:

  • F-Dur (Frische): 1 Be-Vorzeichen
  • B (Brezen): 2 Be-Vorzeichen
  • Es (Essen): 3 Be-Vorzeichen

Sobald man die Anzahl der Vorzeichen kennt, kann man darauf schließen, um welche Vorzeichen es sich handelt. Die Abfolge der Vorzeichen ist genau festgelegt:

  • Kreuz-Vorzeichen: fis, cis, gis, dis, ais, eis
  • Be-Vorzeichen: b, es, as, des, ges, ces

Beispiel:

  • G-Dur: 1 Kreuz = fis
  • D-Dur: 2 Kreuze = fis, cis
  • F-Dur: 1 Be=b
  • B-Dur: 2 Be=b, es

 

b) Bestimmen der zu einem Lied zugehörigen Tonleiter:

Hierbei stellt man zunächst fest, ob und wie viele Kreuz- oder Be-Vorzeichen vorliegen, denn dadurch erlangt man Rückschlüsse auf die mögliche zugrundeliegende Tonleiter.

Beispiel:

In der Vorzeichnung steht ein Kreuzvorzeichen. Es könnte sich um G-Dur oder D-Moll handeln.Wie weiß man nun jedoch, ob es sich um die Dur- oder Molltonart handelt? Viele Musiker schauen dazu auf den letzten Ton eines Liedes. Ist dieser der Grundton der Durtonleiter, dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch um selbige. Entsprechendes gilt für die Molltonart.