Holzbläser

Holzblasinstrumente

Die Liebe zur Musik wurde bei vielen Musikern mit einem Holzblasinstrument geweckt, und zwar mit der Blockflöte. Sie ist das klassische „Einstiegsinstrument“.

Bei den Holzblasinstrumenten wird die Schwingung nicht mit den Lippen erzeugt, sondern mittels Luftblatt oder Rohrblatt. Dadurch wir der Resonator, die Luftsäule, in Schwingung versetzt. Wie das genau funktioniert varriert bei den einzelnen Instrumenten ein bisschen. Man kann zwischen drei Arten unterscheiden:

  • ein flach geformter Luftstrom („Luftblatt“) trifft auf eine Anblaskante, im Fachjargon „Labium“ (lat. Lippe) und gerät dort ins Schwingen (z. B. Flöten),
  • oder ein einzelnes Rohrblatt schwingt gegen eine feste Öffnung (z. B. Klarinette, Saxophone),
  • oder ein symmetrisches Paar von Rohrblättern schwingt gegeneinander (z. B. Oboe, Fagott)

Durch die Tonlöcher wird dann die Tonhöhe bestimmt, denn durch sie wird die Länge der Luftsäule reguliert. Ist die Luftsäule möglichst  lang, also alle Löcher geschlossen ist der Ton am tiefsten.

Irreführenderweise bestehen die Holzblasinstrumente nicht zwingend aus Holz, häufig bestehen sie aus häufig aus Metall.

Die Instrumente

Die Längsflöten:Die bekannteste Längsflöte ist bei uns die Blockflöte (Tenor-, Atl-, Sopran-, Sopraninoflöte). Typischerweise stellt sie das Einsteigerinstrument dar. Anhand der Blockflöte ist es für Kinder einfach die Basics der Musik zu erlernen. weitere Längsflöten:

  • Flageolett
  • Tin Whistle
  • Gemshorn
  • Ney, arabische, persische, türkische Längsflöte
  • Kaval, Hirtenflöte in der Türkei
  • Bilûr, kurdische Hirtenflöte
  • Shakuhachi, japanische Bambusflöte

 

Die Querflöte: besteht aus Metall (Gold, Silber, Nickel, Titan, Platin…), Kopfstück- Mittelstück- Fußstück, beliebtes Solo- und Orchesterinstrument
Hörbeispiel : Mozart Concierto in D for Flute
vor allem im 20.Jhdt. wurden eine Menge Flötensolostücke komponiert:

Charles Tomlinson Griffes: Poem für Flöte und Orchester
Gustav Holst: Fugal Concerto
Jacques Ibert:  Flötenkonzert

 

Das Saxophon: eines der beliebesten und populärsten Blasinstrumente
aus Messing, konisch, mehrer verschiedene Bauformen je nach Stimmlage (vom Sopillo bis Subkontrabass)

im Blasmusikorchester: längste Tradition, wichtige klangliche Bedeutung- verbindet Holzregister mit Blechregister
in der Klassik: vor allem als Soloinstrument
Maurice Ravel: Boléro,
Georges Bizet: L’Arlésienne-Suiten,
Alban Berg: Violinkonzert

Neue Musik: ebenfalls Saxophon als Soloinstrument
Jazz: kann ohne Saxophon quasi gar nicht bestehen, bekannte Jazzsaxophonisten: Charlie Parker, Joshua Redman
Hörbeispiel

ebenso im Twist, Blues, Soul und im Ska!

 

Die Klarinette: zylindrisch, einfaches Rohrblatt, üblicherweise aus Grenadillholz, am Ober- und Unterstück befinden sich die Tonlöcher und Klappen, verschiedene Ausführungen: Stimmungen!

im Orchester: in Österreich erst ab etwa 1800
im Blasmusikorchester: häufig für schnelle Solostellen verwendet
Jazz: ursprünglich DAS Jazzinstrument, wurde dann durch die sinkende Popularität der BigBands vom Saxophon verdränt, Höhepunkt der Klarinette 1930-1940 „Dixxieland-Jaxx Ära“

Das Fagott: Bass-, Tenorlage, Doppelrohrblatt, Metall (Messing, Neusilber, Gold, Platin…)

als Soloinstrument: Vivaldi, Mozart, Johann Nepomuk Hummel…
im barocken Orchester: also Generalbassinstrument
Orchester in der Wr. Klassik: Fagott als Melodieinstrument
Kammermusik: in der Kammermusik tragende Rolle als Bassinstrument

Auch ein zeitgenössischer österreichischer Musiker fand großen Gefallen an diesem Holzblasinstrument.
Udo Jürgens wurde bekannt als der Mann mit dem Fagott.

 

Die Oboe: Der Name der Oboe stammt vom französischem „hautibois“ ab, was so viel bedeutet wie „hohes

oder lautes Holz“. Sie wird aus exotischen Harthölzern gefertigt (zB: Buchsbaum, Ebenholz…).

Die Oboe ist eines der schwierigsten zu bauenden Instrumente und es gibt auch mehrere verschiedene Bauformen. (hier genauere Infos)

Tonbeispiel des Philharmonica Orchestra