2. Diatonik

a. Durtonleiter:

Schreibt man alle Töne von c‘ bis c“ ohne Versetzungszeichen, so bekommt man eine C-Durtonleiter. Die Halbtonschritte einer Durtonleiter sind immer zwischen der III. und IV. Stufe und zwischen der VII. und VIII. Stufe (rote Kennzeichnungen).

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Die Durtonleiter besteht aus zwei gleichen Hälften, jeweils 4 Töne, welche jeweils aus 2 Ganztönen und einem Halbton bestehen.

Will man diese Durtonleiter nach aufwärts oder abwärts versetzen (transponieren), so muss man durch die entsprechenden Vorzeichen dafür sorgen, dass sich zwischen der III. und IV. Stufe und zwischen der VII. (Leitton) und VIII. Stufe Halbtonschritte und zwischen allen anderen Stufen Ganztonschritte befinden.

So würde eine Durtonleiter von d1 aus aussehen:

duuur

Auf diese Art lassen sich von allen 12 Tönen Dur-Tonarten bilden. Die Vorzeichen der jeweiligen Dur erhält man durch den Quintenzirkel oder diverse Sprüche ( siehe Didaktische Mittel), am leichtesten fällt es jedoch, wenn man die Vorzeichen auswendig lernt (hierbei wir immer vom 1. Ton der Tonleiter ausgegangen):

C-Dur: keine Vorzeichen

G-Dur: 1 Kreuzvorzeichen: fis

D-Dur: 2 Kreuzvorzeichen: fis, cis

A-Dur: 3 Kreuzvorzeichen: fis, cis, gis

E-Dur: 4 Kreuzvorzeichen: fis, cis, gis, dis

H-Dur: 5 Kreuzvorzeichen: fis, cis, gis, dis, ais

Fis-Dur: 6 Kreuzvorzeichen: fis, cis, gis, dis, ais, eis

 

F-Dur: 1 b-Vorzeichen: b

B-Dur: 2 b-Vorzeichen: b, es

Es-Dur: 3 b-Vorzeichen: b, es as

As-Dur: 4 b-Vorzeichen: b, es, as, des

Des-Dur: 5 b-Vorzeichen: b, es, as, des, ges

Ges-Dur: 6 b-Vorzeichen: b, es, as, des, ges, ces

 

Wenn man die Vorzeichen der jeweiligen Dur weiß, ergeben sich die Halbtonschritte von selbst, jedoch ist eine Kontrolle nie schlecht, da sich hierbei sehr schnell Fehler einschleichen können.

 

b. Molltonleiter:

Es gibt drei verschiedene Arten von Molltonleiter:

  1. natürliche Moll
  2. harmonische Moll
  3. melodische Moll

Dem natürlichen Moll liegt die Tonreihe a-h-c-d-e-f-g-a zugrunde. Hierbei liegen die Halbtonschritte zwischen der II. und III. Stufe und zwischen der V. und VI. Stufe.

moll1

 

Beim harmonischen Moll wird die VII. Stufe durch ein Versetzungszeichen erhöht:

moll2

Dadurch ergeben sich 3 Halbtonschritte (zwischen der II. und III. Stufe, der V. und VI. Stufe und zwischen der VII. und VIII. Stufe) und ein1½ Tonschritt zwischen der VI. und VII. Stufe.

 

Bei der melodischen Molltonleiter wird beim Aufwärtsgehen nicht nur die VII. Stufe erhöht, sondern auch die VI. Stufe, um den „übermäßigen Sekundschritt“ zwischen der VI. und VII. Stufe zu vermeide. Beim Abwärtsgehen werden aber beide wieder mittels dem Auflösezeichen aufgelöst.

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Will man diese Molltonarten transponieren (siehe Transponieren), so muss man, wie bei den Dur-Tonleitern, durch die entsprechenden Vorzeichen dafür sorgen, dass sich die Halbtonschritte und Ganztonschritte zwischen den richtigen Stufen befinden.