Dur

Das Dur Tongeschlecht kann sich auf eine Tonart, Tonleiter oder einen Akkord beziehen.
Typisch für den Dur Charakter ist das Intervall einer großen Terz zwischen Grundton und Terz des betrachteten Tonmaterials. Die Dur klingt im Gegensatz zur Moll „hell und klar“. Daraus wird oft angenommen, dass sich die Dur fröhlich anhört. Dies trifft oft zu, darf jedoch nicht verallgemeinert werden.
Die Durtonleiter ist eine Abfolge einer Tonreihe von Ganz- und Halbtonschritten und hat folgende Struktur: 1-1-½-1-1-1-½ .

Die zwölf Durtonleitern werden jeweils nach ihrem Anfangston benannt. So ergeben z. B. die Stammtöne C, D, E, F, G, A, H, C die C-Dur-Tonleiter.
Charakteristisch für die Durtonleiter sind die Halbtonschritte zwischen dem dritten und vierten sowie dem siebten und achten Ton. Die übrigen Intervalle sind Ganztonschritte. Der siebte Ton hat die Funktion eines Leittons.
Auf der Tastatur eines Klaviers ergeben die weißen Tasten, beginnend mit C, eine C-Dur-Tonleiter.

Zu jeder Durtonleiter gibt es eine parallele Molltonleiter, welche die gleichen Töne enthält, und eine kleine Terz tiefer beginnt. Zum Beispiel sind die C-Dur Tonleiter und a-Moll Tonleiter parallel.
Weitere Tonleitern wie zum Beispiel  Lydisch und Mixolydisch sowie die phrygisch-dominante Tonleiter, das Zigeuner-Dur und das aus Gründen der Systematik eingeführte Harmonisch Dur zählen auch zu den Durtonleitern.