1 Allgemeine Bestimmung

 

Intervalle

Der Abstand zwischen zwei Tönen verschiedener Höhe bezeichnet man als Intervall. Tonleitern und Akkorde basieren auf Intervallen. Es wird unterschieden zwischen

  • harmonischen Intervallen: hier werden 2 Noten gleichzeitig gespielt und
  • melodischen Intervallen: hier werden 2 Noten nacheinander gespielt

Die Namen der Intervalle kommen aus dem Lateinischen. Intervallum heißt Zwischenraum.

Es gibt zwei Dinge, die für ein Intervall bestimmend sind:

  • Qualität
  • Quantität

Quantität: Notenlinien und Zwischenräume zählen

Um den Intervall zwischen 2 Tönen zu bestimmen, muss man den Abstand zwischen den Tönen feststellen. Die Intervallgröße hängt davon ab, wie viele Notenlinien oder Zwischenräume es einnimmt.

Intervallarten

  • Prime
  • Sekunde
  • Terz
  • Quarte
  • Quinte
  • Sexte
  • Septime
  • Oktave

Qualität (Beachtung der Halbtonschritte)

Bei der Qualität wird auf die Vorzeichen geachtet, also die Kreuze und „bs“ vor den Noten (sind bei der Quantität nicht relevant). Qualität verleiht einem Intervall seinen speziellen Klang.

Für die Kennzeichung der Qualität gibt es 5 verschiedene Bezeichnungen:

  • Groß: zwischen zwei Noten sind immer Ganztonschritte
  • Klein: enthält einen Halbtonschritt weniger als ein großes Intervall
  • Rein: bezieht sich auf die harmonische Qualität von Primen, Oktaven, Quarten und Quinten

Rein sind nur Primen, Quarten, Quinten und Oktaven

Groß oder Klein sind nur Sekunden, Terzen, Sexten und Septimen

 

Die Prime (Hörbeispiel):

Ist das einfachste , was man auf einem Instrumente spielen kann: einfach irgendeine Note spielen und danach noch einmal spielen.

Die Sekunde (Hörbeispiel):

…sind zwei Noten, deren Intervall aus einer Linie und einen Zwischenraum besteht. Sekunden sind immer zwei Noten, die „aneinanderkleben“ (eine sitzt auf der Linie, die andere nimmt einen Zwischenraum ein).

Die Terz (Hörbeispiel):

…wenn ein Intervall drei Linien und Zwischenräume umfasst. Terzen liegen immer auf benachbarten Linien oder in benachbarten Zwischenräumen.

Die Quarte (Hörbeispiel):

…dieser Intervall besteht aus insgesamt vier Linien bzw. Zwischenräumen. Quarten bestehen immer aus fünf (mit einer Ausnahme, vom F zum H sinds 6) Halbtonstufen zwischen den beiden Noten und sind immer rein.

Die Quinte (Hörbeispiel):

…dieser Intervall umfasst zusammen fünf Linien und Zwischenräume. Quinten sind im Notensystem leicht zu erkennen, weil die beteiligten Noten immer genau zwei Linien oder zwei Zwischenräume von einander entfernt sind.

Die Quinte besteht aus sieben Halbtonschritten (mit einer Ausnahme, wieder bei H und F, da sinds nur 6) und ist immer rein.

Die Sexte (Hörbeispiel):

…dieser Intervall besteht zusammen aus sechs Linien und Zwischenräumen. Die beiden Noten sind entweder zwei Linien und einen Zwischenraum oder zwei Zwischenräume und eine Linie voneinander entfernt.

Die Septime (Hörbeispiel):

…dieser Interwall besteht zusammen aus sieben Linien und Zwischenräumen. Entweder stehen beide Noten auf einer Linie oder beide Noten in einem Zwischenraum. Dazwischen leigen drei Linien oder drei Zwischenräume.

Die Oktave (Hörbeispiel):

Eine reine Oktave ist mit einer reinen Prime zu vergleichen, da es sich zweimal um die gleiche Note handelt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die beiden Noten 12 Halbtonschritte voneinander entfernt sind.